Eine Wanderung zum Märchensee Lagh da Saoseo

 

Lagh da Saoseo

Der Lagh Da Saoseo im Val da Camp ist einer der schönsten Bergseen im Kanton Graubünden. Das wird jeder aus der Region Puschlav bestätigen. Wer diesen Bergsee einmal gesehen hat, mit seinen, in verschiedenen Blautönen leuchtenden Wasser, der wird dessen Schönheit nie wieder vergessen.
 
saoseo

Auf einer schönen Route hinauf zum See

 
In Sfazu, direkt an der Bernina-Passstraße, beginnt die Wanderroute zum Lagh da Saoseo. Zwei Stunden dauert die gesamte Wanderung. Wer’s gemütlich mag, der nimmt das Postauto zum Rifugio Saoseo. Von hier aus ist es nur noch eine halbe Stunde bis zum Lagh da Saoseo. Besonders an den Wochenenden tun das sehr viele Wanderer. Von der gesamten Wanderung ist das erste Weg Stück das steilste. Durch das Val da Camp führt eine Naturstrasse, auf der auch viele mit dem Bike unterwegs sind. Ein angenehmer Wanderweg führt dann hinauf zu einem alten Puschlaver Haus aus dem Jahre 1929. An einen alten Brunnen kann man seinen Durst löschen.
 
Ab hier läuft man an Steinmauern entlang, die schon leicht zu bröckeln beginnen. Auf 1790 m Höhe, steht eine geschnitzte Holz Blume direkt am Weg. Die Blume ist stark verwittert, ein Zeichen dafür, dass sie schon lange hier steht. Nach dem Passieren einer Steinhütte blickt man auf eine hoch gelegene grüne Wiese mit grasenden Kühen.
 
Der Weg führt jetzt über einen glasklaren Bach. Nach einer kurzen Rast im Rifugio Saoseo SAC, einem ehemaligen Bauernhaus das umgebaut wurde, ist es dann fast soweit. Noch ein kurzer Marsch über Felsgestein, dass von Moos überwachsen, etwas Aufmerksamkeit beim Laufen notwendig macht, ist er plötzlich zu sehen, der wunderschöne Lagh da Saoseo.
 

Märchenhafter Blick auf ein zauberhaftes Gewässer

 
Während man den Lagh da Saoseo umrundet, erinnert man sich an die Sagen und Erzählungen über den See. Ein zu Felsen erstarrter Geist spiegelte sich einst im Wasser des Sees. Eine junge Prinzessin machte sich auf die Suche nach ihm, denn nur wenn sie in findet, gestattete durfte sie ihren Prinzen heiraten. Als sie den Felsengeist endlich sah, warf sie ein paar blaue Blumen auf sein Spiegelbild, worauf sich der See tiefblau färbte. Diese Farbe ist bis heute geblieben.
 
Für den Hin und Rückweg benötigt man ca. vier Stunden ich und man sollte sich Verpflegung einpacken, denn es gibt unterwegs kein Gasthaus.